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Die Flüsse-Siedlung

Das Gelände der Flüsse-Siedlung entspricht in weiten Teilen dem des früheren Bauernhofs Rottmann. Zwei Bäche, die Schmalebecke im Westen und der Rottmannsbach im Osten, durchflossen das große Hofsgelände, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht- Auch eine Scheune und ein Teich gehörten dazu. 1874 wurde eine Ziegelei errichtet.

Die Bebauung des großen Geländes verlief in drei Phasen, das man deshalb heute in drei Bereiche aufteilen kann:
– ab 1919 die Siedlung „Rottmannshof“
– ab 1931 das Gelände zwischen Zechenbahn und Castroper Hellweg
– seit den 50er Jahren die neuere Siedlung des VBW

1918 Siedlung „Rottmannshof“

Die Böckenbergstraße wurde 1907 als Straße ausgewiesen, führte aber als Weg schon lange vorher von der Castroper Straße zum Rottmannshof. Ein anderer Weg führte oberhalb des der Schmalebecke in einem großen Bogen zum Rottmannshof.

1918, 20 Jahre nach dem Tod von Heinrich Rottmann, kaufte die Bochumer Heimstätten GmbH (heute VBW) den Hof und errichtete im südlichen Bereich ab 1919 die Siedlung „Rottmannshof“. Die Straßen wurden fast alle nach Nebenflüssen der Ruhr benannt: Lennestraße, Lenneplatz, Lippestraße und Volmestraße. Die 146 Wohnungen. Diese Siedlung wurde damals „Negerdorf“ wegen der vielen Bergleute, die dort wohnten.

Bebauung des östlichen Teils

1930/31 wurde der östliche Teil zwischen Zechenbahn und Castroper Hellweg bebaut, das ‚D-Zug‘ genannte Gebäude gehört dazu. Weser-, Werra-, Fuldastraße wurden nach dem Flussystem der Weser benannt; , Rhönstraße und Rhönplatz stehen für das Gebirge, in dem die beiden Quellflüsse entspringen.

Der Kleingartenverein ‚Am Böckenbusch‘ legte 1934 im westlichen Teil des Geländes eine Kleingarten-Anlage an. Der Hügel wurde abgetragen und zum Ausgleich des Gelände in die Senke transportiert. So wurde aus dem Gelände in Steillage brauchbares Gartenland. Der Verlauf der Schmalebecke wurde verlegt an den Rand des Geländes.

1946 direkt nach dem 2. Weltkrieg legte der Kleingartenverein Rottmannshof im nordöstlichen Teil eine Schrebergartenanlage an.

1949 wurde die Diemelstraße mit einer langen Reihe von Bergmannswohnungen gebaut.