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Werkstatt Constantin und Lebenshilfe

Wo früher nebenan die beiden Fördergerüste der Zeche Constantin der Große, Schacht 6/7 standen, werden seit Beginn der 80er Jahre in zwei Einrichtungen, in einer Werkstatt und in einem Wohnheim, behinderte Menschen gefördert.

Auf den Fundamenten der 1966 stillgelegten Zeche an der Hiltroper Straße befinden sich heute das Hauptgebäude und die Verwaltung der Werkstatt Constantin-Bewatt und das Ulrich Jacobowsky Haus der Lebenshilfe Bochum gGmbH.

Werkstatt Constantin und Lebenshilfe
Foto: https://werkstattconstantin-bewatt.de/wir-ueber-uns/geschichte-der-werkstatt

1977 beschloss die Innere Mission Bochum den Aufbau einer Werkstatt für behinderte Menschen, was 1978 zur Übernahme der Bewatt (Beleuchtungskörperfabrik Wattenscheid für Kriegsversehrte) in Günnigfeld führte. 1980 wurde sie eröffnet.

Der Neubau der Werkstatt an der Hiltroper Straße im Jahre 1982 (damals 180 Plätze) bietet heute Platz für ca. 450 Menschen mit einer geistigen Behinderung. Seit 2001 gibt es dort einen Förderbereich für schwerstmehrfachbehinderte Menschen mit 24 Plätzen. 
Neben der Rehabilitation, der Förderung durch Bildung und Qualifizierung und der Unterstützung in täglichen Lebenslagen und -fragen nimmt der Wir-Begriff eine große Bedeutung im Rahmen der Arbeit ein. Betriebsausflüge, Sommerfeste, Weihnachtsfeiern und die Teilnahme an Sportevents finden innerhalb der Werkstatt eine große Beachtung.

Ergänzt durch Frauenbeauftragte, Werkstattrat und Mitarbeitervertretung spiegelt sich das gesellschaftliche Arbeiten in den Bereichen der Mitbestimmung, dem Solidaritätsgedanken und arbeitsrechtlichen Angelegenheiten wieder.
      Text nach: https://werkstattconstantin-bewatt.de/wir-ueber-uns/geschichte-der-werkstatt

Werkstatt Constantin und Lebenshilfe
Foto: https://www.lebenshilfe-bochum.de/de/unsere-angebote/Ulrich-Jacobowsky-Haus.php

Das Ulrich Jacobowsky Haus wurde im Februar 1982 erstmals bezogen. Es bietet zur Zeit 51 Menschen mit Assistenzbedarf ein Zuhause. Die fünf Wohngruppen des Hauses verteilen sich über zwei Etagen. Jede Gruppe verfügt jeweils über eine Gemeinschaftsküche, einen Wohn- und Essraum sowie einen daran anschließenden Balkon.

Die Zusammensetzung der Gruppen ist in Geschlecht und Alter sowie Art und Schwere der Behinderung gemischt. Das Zusammenleben innerhalb einer Wohngruppe trägt zur Entwicklung der eigenen Identität bei. Es bietet Menschen, neben dem Gefühl der Zugehörigkeit, auch die Möglichkeit, Beziehungen und Freundschaften aufzubauen.

Man will den Bewohnerinnen und Bewohnern so viel Assistenz geben, wie sie benötigen. Im Vordergrund steht dabei die Hilfe zu immer mehr Selbstständigkeit.

      Text nach    https://www.lebenshilfe-bochum.de/de/unsere-angebote/Ulrich-Jacobowsky-Haus.php