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Freiherr-vom-Stein-Schule

   

 

Freiherr-vom-Stein-Schule
Freiherr-vom-Stein-Schule Arndtstr. Foto wikipedia

Die Freiherr-vom-Stein-Schule geht auf die 1865 gegründete ‚Höhere Töchterschule‘ zurück.
Diese befand sich ab 1870 in der Bochumer Innenstadt an der Humboldtstraße, ab 1900 an der Arndtstraße. Später wurde sie nach dem preußischen Reformer Heinrich Friedrich Karl vom Stein (1757–1831) in Freiherr-vom-Stein-Schule umbenannt.

 

Freiherr-vom-Stein-Schule
Auszug aus dem Stadtplan von 1905 (Encke Plan)


Das Schulgrundstück an der Agnesstraße liegt oberhalb der früheren ‚Kleinen Vöde‘ und gehörte dem Bauern Bussmann.

 

 

Freiherr-vom-Stein-Schule
WAZ 1.8.1953

Nachdem das Schulgebäude an der Arndtstraße im Krieg zerstört worden war, hatte sich die  Mädchenschule mit der Goethe Schule deren Gebäude geteilt. 1952 wurde der Neubau des Mädchen-Gymnasiums an der Agnesstraße beschlossen. Architekt war Hans Knirsch vom Städtischen Planungsamt. Dieser erste Neubau einer „Oberschule“ nach dem Zweiten Weltkrieg war als neusprachliches Mädchengymnasium.konzipiert. 1956 konnten die ersten Gebäude bezogen werden. 1958 waren auch Aula, Turnhalle mit zusätzlichem Gymnastiksaal und Wohnhaus für Hausmeister, Heizer und Hallenwart fertiggestellt.
Die Agnesstraße war dazu verlängert worden. Auch ein Sportplatz wurde neu angelegt, weil der Sportplatz in der Schmechtingwiese wegen des neuen ‚Grünzugs Nord‘ aufgegeben werden musste.

Freiherr-vom-Stein-Schule
Foto Stadt Bochum

Auf diesem Foto von 1959 sieht man vorne die neu erbaute Freiherr-vom-Stein-Schule mit Turnhalle und Sportplatz. Dahinter verläuft die B1, die damals zur Autobahn ausgebaut wurde. Ganz rechts der Neubau der Fabrik Pongs & Zahn.
Parallel zur B1 die Vierhaussstraße, darüber die Grummer Straße, beide mit vielen Neubauten.

Die große Aula war von Anfang an als Theaterbühne geplant, weil die Stadt in jedem Stadtteil Kulturräume schaffen wollte. Die Aula wurde großzügig ausgestattet mit rückwärtigen Künstlergarderoben, Schnürboden und begehbarem Beleuchtungsboden unter dem Dach, einem Projektorraum für Kinoprojektionen und mit dem feudalen Foyer mit großen beidseitigen Garderoben.

Erst 1967 durften auch Jungen das Gymnasium besuchen. Später war die Schule bekannt für ihren hohen Anteil an SchülerInnen aus Arbeiterfamilien.

Das Gebäude der neu erbauten Carl-Lührig-Schule wurde 1969 an der benachbarten Gretchenstraße errichtet.
1990, zum 125-jährigen Bestehen der Freiherr-vom-Stein-Schule, wurde das Gymnasium geschlossen. (s.u.)